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Die Festschrift der IHK Erfurt aus dem Jahr 1925


(Signatur S 01-37, 24x16,5 cm, 39 Seiten) 
1925 feierte die Industrie- und Handelskammer ihr 80-jähriges Jubiläum. Das 75. fünf Jahre zuvor ließ man verstreichen – in den unruhigen Nachkriegsjahren schien ein Jubelfest nicht angebracht. Jetzt war man in besserer Feierlaune: Am 20. März fand eine Festsitzung statt. Die Reden des Tages publizierte die IHK Erfurt in dieser kleinen Festschrift.

 

Während der Kammer-Vorsitzende, Kaufmann August May, in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung des Handelsortes Erfurt einging, widmete sich der Syndikus der IHK, Dr. Hans Allendorf, der Geschichte der Erfurter Kammer. Ebendiese begann im Frühjahr 1845. Da traten Erfurter Unternehmer, zumeist aus den bedeutenden Handelshäusern der Stadt, erstmals zur Wahl einer eigenen Interessenvertretung zusammen. Ihrem Antrag auf Errichtung solch einer Kammer wurde Ende 1844 durch königliche Verordnung stattgegeben. Die Erfurter Handelskammer gehörte zu den ersten in den preußischen Landen. Erst 1849 entstanden die Preußische Handelskammer für Mühlhausen, Worbis und Heiligenstadt, 1859 die preußische Handelskammer Nordhausen und 1902 die Handelskammer Berlin.

Mit den Jahren wuchsen sowohl die Aufgaben als auch das Zuständigkeitsgebiet: Gegründet als „‘Handelskammer Erfurt‘ für den dortigen Stadtbezirk“, gehörten 1925 neben dem Stadt- und Landkreis Erfurt die Kreise Schleusingen einschließlich Suhl, Weißensee einschließlich Sömmerda sowie Bad Langensalza und Ziegenrück zur Erfurter Kammer.

 

Anfangs beschäftigte sich die Erfurter Kammer unter anderem mit folgenden Themen:

  • Vereinheitlichung der Münzen, Banknoten, der Maße und Gewichte (über viele Jahre, sogar noch 1876),
  • Schaffung eines einheitlichen Binnenmarktes,
  • Steuer-, Zoll- und Handelsgesetze,
  • Eisenbahnnetz-, Bahnhofs- und dann Güterbahnhofsbau,
  • Eisenbahnfracht- und Posttarife,
  • Chausseebau,
  • Entfestigung der Stadt
  • sowie der Einrichtung und Förderung einer Handelsschule u.v.m.

 

 

Übrigens: In der Festschrift sind alle Mitglieder und Stellvertreter der Handelskammer bis 1925 aufgeführt. 

 

 

 


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Literaturtipps:

  • Tamara Hawich: Berichten, aufzeigen, fördern. Die Handelskammer als Vertreter und Begleiter des Erfurter Handels- und Gewerbestandes. In: Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt. Sonderheft  Nr. 13: Industrialisierung / Hrsg. Stadt und Geschichte e. V., Erfurt.: 2013, S. 12f.

  • Tamara Hawich: Manufakturen Maschinen Manager - Unternehmer und Unternehmen in und um Erfurt - Geschichte und Geschichten / Hrsg. IHK Erfurt. Erfurt, 2001 (Bd. 1) Band 1
































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